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Die Zeit unter Johannes Krone (von 1975 bis 2000) |
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Nach dem Tod von Rektor Robert Laermann gestaltete sich die Frage der Dirigentennachfolge zunächst als schwierig, denn der stellvertretende Dirigent, Johannes Krone, war als ausgezeichneter 1. Flügelhornist fast unabkömmlich. Da sich aber keine geeignetere Person finden ließ, erklärte sich Johannes Krone zum großen Glück des Bläserchores bereit, das Erbe von Robert Laermann zu übernehmen. Gleichzeitig wurde die bis dahin übliche Verbindung von Dirigentenamt und 1. Vorsitzenden aufgeteilt und der 1. Vorsitz bis 1980 von Mathias Niemeyer übernommen. Die bisherige Zeit unter Johannes Krone steht neben vielem anderen vor allem für eine personelle und musikalische Verjüngung des Bläserchores. Bereits von 1975 bis 1977 konnte der Verein neun Jungbläser aufnehmen. Der Wunsch der jungen Bläser, auch moderne Stücke zu spielen, wurde von Johannes Krone gern aufgenommen und zum festen Bestandteil des Repertoires des Bläserchores gemacht. Am 17. Oktober 1981 feierte der Bläserchor sein 60-jähriges Bestehen. Nach einem feierlichen Gottesdienst gab es im Saal des Vereinswirtes Nieporte ein festliches Konzert mit einem ausgesuchten Programm über sechs Jahrzehnte. Der 1. Vorsitzende Franz Siebenand gab, unterstützt durch eine Bild- und Schriftendokumentationstafel, allen Mitgliedern und Gästen einen Überblick über die Geschichte des Bläserchores. Unser damaliger Präses, Dechant Gerhard Wilken, konnte zwei der ältesten aktiven Bläser für 50-jährige Treue zum Verein ehren. Die goldene Bläsernadel erhielten Mathias Niemeyer und Heinrich Schawe, die beide zudem über 25 Jahre im Vorstand tätig waren. Tanz und Geselligkeit im Rahmen der großen Bläserfamilie rundeten das Jubiläumsfest ab. Die achtziger und frühen neunziger Jahre brachten für den Bläserchor unter der Leitung von Johannes Krone zum einen neue Einsätze wie das Hallenturnier des Reit- und Fahrvereins Rulle, bei dem der Bläserchor seit 1984 spielte. Zum anderen wurde Altbewährtes auf neue Weise weitergeführt, als die gemeinsamen Konzerte mit dem MGV "Cäcilia" von 1983 an alle zwei Jahre erweitert wurden in große Chor- und Instrumentalkonzerte der Ruller Chöre im Saal Lingemann und in der Mehrzweckhalle Rulle. In den Jahren dazwischen veranstaltete der Bläserchor gemeinsame Konzerte mit dem MGV "Cäcilia", von denen besonders das Konzert aus dem Jahre 1986 als ein "rauschender Musikabend" in Erinnerung geblieben ist. Dazu schrieb die Neue Osnabrücker Zeitung: "Der Männergesangverein "Cäcilia" Rulle und der Bläserchor Rulle hatten gerufen, und etwa 1000 Freunde der Musik folgten der Einladung zu einem Konzert in die neue Mehrzweckhalle nach Rulle. Zwei Gesangssolisten, Julia Kemp und Peter Neff, und der Pianist Karl-Heinz Tepe von den Städtischen Bühnen Osnabrück, der Bielefelder Trompeter Bernd Niedermeyer und drei schottische Dudelsackpfeifer boten die beiden Ruller Chöre auf, um einen rauschenden Musikabend zu feiern. Begeisterter Applaus beendete dieses hervorragend organisierte und eindrucksvolle Konzert." Dabei gaben die neuen Pulttücher mit dem Zeichen des Bläserchores, zwei gekreuzten goldenen Trompeten in einem weißen Kreis, gold umrandet auf blauen Grund, dem Chor ein eigenes Gepräge. Besondere Ehren wurden dem Bläserchor zuteil, als er am 4. Oktober 1986 im Dom zu Osnabrück den Erntedankgottesdienst musikalisch mitgestalten durfte und als er am 27. September 1987 zu der Einführung des Bischofs Ludwig Averkamp auf dem Pausenhof des Gymnasium Carolinums die Gäste in den Programmpausen unterhielt. Die jüngste Geschichte der neunziger Jahre stand für den Bläserchor unter dem Zeichen wesentlicher Veränderungen. 1990 wurde unser Präses Dechant Gerhard Wilken zum Domkapitular ernannt und ging nach Osnabrück. Es war für den Bläserchor selbstverständlich, dem Gottesdienst und der Verabschiedung seines Präses im Johanneshaus am 29. April 1990 einen festlichen Rahmen zu geben. Präses Dechant Gerhard Wilken hat in all den Jahren seines Wirkens in Rulle für die Belange des Bläserchores immer Verständnis gezeigt und geholfen, wo immer er konnte. Dafür dankte der Bläserchor seinem Präses auf dem Vereinsfest im Januar 1990, verlieh ihm für 25-jährige Präsesarbeit die silberne Ehrennadel und ernannte ihn zum Ehrenpräses. Ein Jahr später schied eines der fleißigsten und treuesten Mitglieder des Bläserchores, Johannes Tewes, aus gesundheitlichen Gründen nach über 50 Jahren aktiven Blasens als Klarinettist aus dem Verein aus. Seine Disziplin und Beständigkeit waren so sprichwörtlich, daß Robert Laermann die Länge der Pause während der Übungsstunde am Zigarettenverbrauch von Johannes Tewes festmachte; nach zwei Zigarettenlängen ging die Übungsstunde weiter. Johannes Tewes wurde am 5. Januar 1991 für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft die goldene Ehrennadel verliehen und wegen seiner Verdienste um den Bläserchor zum Ehrenmitglied ernannt. Im Jahre 1991 wurde zudem eine einschneidende Änderung der Statuten auf der Generalversammlung beschlossen. Konnten bislang nur Männer als Bläser aufgenommen werden, so steht der Bläserchor seitdem auch Mädchen und Frauen offen. Diese Änderung wird das Gesicht des Chores in Zukunft sicher stark verändern und zu einer weiteren Verjüngung führen. In diesem Sinne ist auch Karl-Heinz Ast tätig, 1.Vorsitzender des Bläserchores seit 1991. Er widmet sich mit großem Engagement dem Nachwuchs, so daß nach einem Jahr schon 5 Bläser im Verein aufgenommen werden konnten Ein Jahr später gab es mit der Kreismusikschule Osnabrück ein Schülervorspiel in der Aula der St. Bernhard Schule Rulle. Es folgten Auftritte unserer Jungbläser beim Pfarrgemeindefest, nach dem Weihnachtsgottesdienst vor der Kirche und 1993 ein weiteres Schülerkonzert. Das fundierte musikalische Können der Jungbläser ist sicher auch auf die seit 1983 bestehende Mitgliedschaft des Bläserchores im Kreismusikverband Osnabrück-Land und die seit 1987 bestehende Mitgliedschaft im Niedersächsischen Volksmusikverband zurückzuführen. 15 Jungbläser absolvierten in dieser Zeit verschiedene Lehrgänge, die sie mit den Noten sehr gut und gut abschlossen. Ein weiterer konzertanter Höhepunkt in der Geschichte des Bläserchores war im Jahre 1993 das Konzert der Blasmusik. 130 Musiker live vom Bläserchor Bohmte, dem Wallenhorster Blasorchester, dem Musikkorps "Herold" Pye und dem Bläserchor Rulle brachten die Zuhörer so richtig in Schwung. Der Bläserchor präsentierte sich in neuer Kleidung mit weinrotem Jacket, Weste und schwarzer Hose. Das neue Emblem mit der Ruller Kirche soll unsere Aufgabe als kirchlicher Verein auch nach außen hin bekunden. Im Jubiläumsjahr 1996 hat der Bläserchor Rulle alle Register gezogen und zum Jubiläumskonzert in der Ruller Mehrzweckhalle die "Hoch und Deutschmeister" aus Wien verpflichtet. Nachdem der Bläserchor Rulle das Konzert eröffnete, begeisterten die "Hoch- und Deutschmeister" in der zweiten Hälfte des Konzertes das Publikum. Blasmusik vom Feinsten. Hier ein Jubiläumsfoto aus dem Jahr 1996. |
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